Spekulative Gewinne mit Aktien und Fonds
Bei Aktien und Fonds besteht die Möglichkeit spekulative Gewinne einzufahren, die dann meist deutlich über einer festen Verzinsung liegen. Allerdings besteht hier auch ein hohes Verlustrisiko. Um dieses etwas zu minimieren, ist gerade bei der Aktienanlage erforderlich, seine Aktien zu streuen, d.h. nicht alles auf ein Unternehmen zu setzen.
Ein Aktionär wird sozusagen Miteigentümer des Unternehmens. Die Aktie weist ihm ein Stimmrecht aus (es sei denn es handelt sich um sogenannte Vorzugsaktien. In diesem Falle hat er ein Recht auf eine höhere Dividende), von welchem er auf der Jahreshauptversammlung gebrauch machen kann. Überdies partizipiert er über sogenannte Dividenden am Gewinn des Unternehmens (wenn es denn einen gibt). Bei der Aktienanlage spielt der Zeitfaktor eine große Rolle. Einerseits sind Kursschwankungen völlig normal - ein Anleger sollte hier nicht in Panik verfallen, wenn die Kurse einmal über einen gewissen Zeitraum fallen sollten. Andererseits kann es auch einen sehr großen Verlust bedeuten, wenn man zu lange auf eine Erholung der Aktienkurse setzt. Gerade Anfänger machen häufiger den Fehler, ihre Aktien nicht rechtzeitig abzustoßen, weil sie davon ausgehen, dass sich der Kurs doch eines Tages wieder erholen wird.
Risikostreuung ist also ein sehr wichtiges Thema bei der Aktienanlage. Da spekulative Geldanlageformen eben gerade einerseits eine höhere Gewinnchance in sich bergen, andererseit aber ein großes Verlustrisiko, muss versucht werden, eben dieses Risiko wiederum zu minimieren. Ein Weg ist der beschriebene Weg des Aktienportfolios. Hierbei sollte eine gesunde Mischung zwischen großen und soliden Unternehmen und auch kleineren, jungen und innovativen Unternehmen gegeben sein. Ziel ist es hierbei, potentielle Verluste der innovativen und kleinen Unternehmen (die aber auch überproportionale Gewinnchancen bieten) durch die Gewinne der großen Unternehmen (etwa Dax-Unternehmen) aufzufangen.
Beim Fonds wiederum übernimmt ein Finanzinstitut die Planung für diese Risikostreuung. Das Finanzinstitut wählt aus einem gewissen Bereich (meist einer Branche) ein Bündel Aktien aus an dem der Anleger nun wiederum Anteile kaufen kann. Der potentielle Vorteil beim Fonds liegt darin, dass sich der Anleger keine großen Gedanken um das Aktiengeschehen der jeweiligen Unternehmen machen muss - das erledigen die Finanzinstitute. Der Nachteil ist natürlich, dass sich der Anleger auf die Einschätzung der Finanzinstitute verlassen muss. Außerdem lassen sich die Finanzinstitute ihre Arbeit diesbezüglich natürlich bezahlen (Ausgabeaufschläge, Depotkosten und insbesondere Verwaltungskosten).